AKTUELLES

Nikolausmarkt Dezember 2017:

 

Festpredigt 750 Jahre Borsdorf und Panitzsch vom 3. September 2017:

 
Die zehntägigen Feiern der 750jährigen Ortsjubiläum von Borsdorf und Panitzsch sind Geschichte.

Das Panitzsch-Buch, das von den beiden Verfassern und allen Mitautoren verfasst worden ist, hat regen Zuspruch gefunden. Ja, es ist geäußert worden, dass es in jeden Haushalt in Panitzsch gehört, was dem Verkauf bzw. Erwerb auch entspricht. Das ist uns der beste "Lohn"! Deshalb sei auch in diesem Zusammenhang noch einmal darauf verwiesen, vor allem für alle diejenigen unter Ihnen, die dieses Buch vielleicht noch nicht erworben haben. Wir haben hier besonders an auswärtige "Fremde" gedacht.

Ganz in diesem Zeichen des Dankes und der Freude, auch über das gute Miteinander der Bewohner in den einzelnen Ortsteilen und für all diejenigen, die nach monatelangen Vorbereitungen für das gute Gelingen und die Stimmung zu den Festtagen beigetragen haben, sei auf die Festpredigt von Pfarrer i.R. Reinhard Freier hingewiesen, die am 3. September in der Kirche zu Panitzsch gehalten wurde.
Musikalisch haben Kantor Wolfgang Bjarsch an der Orgel und die Bläser der "Partheplautzer" unter Leitung von Ronald Weißenborn mitgewirkt.
 

Ansprache Nikolausmarkt Dezember 2016:

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kinder, liebe Nikolausmarktbesucher,
 
wenn auch die letzte Ernte eingefahren ist und alle Äpfel von den Bäumen gefallen sind, im späten, kahlen und toten Herbst, wenn es schon die ersten Fröste gegeben hat und alle Blätter von den Bäumen gefallen sind und der lange Winter bevorsteht, dann gibt es zwei Feste: den Martinstag und den Nikolaustag. Beide Tage stehen in direkter Beziehung zu den drei Reich-Gottes-Gleichnissen im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums. Maßgebend für Martin wurde das bekannte Jesuswort:
 
"Was ihr einem, meinen geringsten Brüdern getan habt, das habt ihr auch mir getan und was ihr an einem von ihnen unterlassen habt, das habt ihr auch mir nicht getan." (Mt.25,40b)
 
Jener Martin, geboren in der römischen Provinz Pannonien im heutigen Ungarn, war römischer Soldat und Offizier. Aber als Christ kümmerte er sich mehr und mehr um die Missstände in Gesellschaft und Kirche. In letzter Konsequenz - so wird berichtet - hat er seinen Militärmantel mit einem Bettler in der Nähe seiner Kaserne geteilt. Diese Bereitschaft zum Teilen machte ihn bekannt. Über Genua in Italien gelangte er nach Tours in Frankreich, wo er Bischof wurde. Ob er sich dagegen gewehrt hat, indem er sich in einem Gänsestall versteckte, aber durch das Geschnatter der Gänse verraten wurde, ist wohl nur Legende und das Martinsfeuer hat ebenfalls symbolische Bedeutung: Ein Feuer will brennen, um auszustrahlen und zu wärmen. Das Feuer des Teilens soll auch in uns entfacht werden, um Arme und Reiche, Schenkende wie Beschenkte zu wärmen. ...
 
Die gesamte Ansprache von Pfarrer i.R. Reinhard Freier zum Nachlesen.
 

Gemeindebrief Oktober 2016 - Januar 2017:

Liebe Gemeindeglieder und Freunde unserer Kirchgemeinde,
 
in dieser Form wird der Gemeindebrief letztmalig erscheinen. In neuer Erscheinungsform werden Sie mit dem neuen Kirchenjahr, ab Advent und Weihnachten das "Parthekreuz" in Ihre Haushalte geliefert bekommen. Er ist Ausdruck der neuen Situation, in der die Kirchgemeinden Borsdorf/Zweenfurth, Gerichshain/Althen und Panitzsch in einem selbständigen Schwester-kirchverhältnis unter Pfarrer Thomas Enge und mit den jeweiligen Kirchenvorständen in einer Gemeinde zusammengehören.
 
Da bietet es sich an, mit einem Erntefoto Gedanken und Worte des Weitergehens und Weiterschreitens an Sie zu richten. Wie haben sich doch in den vergangenen fünfzig Jahren unsere Welt und die damit verbundenen Umstände und Verhältnisse rasant geändert. Die Alten unter uns kennen dieses Foto mit Blick über die Felder zur Kirche noch mit Erntepuppen von handgebundenen Getreidegarben. Heute wird Landwirtschaft GPS-gesteuert, digital betrieben, indem elektronische Ackertechnik im Vollzug auf die Beschaffenheit des Bodens reagiert. Trotz der Ausbeutung der Böden werden Jahr für Jahr Rekordernten eingefahren. Aber wie lange kann und soll das noch so weitergehen?
 
Wie es das Kalenderjahr, das Kirchenjahr und auch das Lebensjahr jedes einzelnen von uns von Geburtstag zu Geburtstag gibt, so kennt man in der Landwirtschaft das Erntejahr. Es reicht von September bis September und ist natürlich mit der Haupternte identisch. So ist es nicht von ungefähr, dass wir zu dieser Zeit jedes Jahr Erntedank- und Gemeindefest feiern, wie wir es am vergangenen Sonntag an einem schönen sonnigen Tag in der Kirche mit einem Gottesdienst gefeiert und im Pfarrgarten mit selbst mitgebrachten Speisen, Salaten und Thüringer Bratwürsten, Bier und Wein, getan haben. ...
 
Das gesamte Geleitwort von Pfarrer i.R. Reinhard Freier zum Nachlesen.
 

Gemeindebrief Mai 2016 - September 2016:

Liebe Gemeindeglieder und Freunde unserer Kirchgemeinde,
 
vor einem dreiviertel Jahr haben wir Sie darüber informieren müssen, dass die große Bronzeglocke im Glockenstuhl des Kirchturms aus dem Jahre 1459 einen bedenklichen Kreuzriss von zweimal über 20cm Länge aufweist. Das zwang uns, die Glocke sofort stillzulegen, um ein etwaiges Fortschreiten zu vermeiden. Zusammen mit zwei Glockensachverständigen haben wir einen Experten der Hochschule in Kempten hinzugezogen. Er hat nach einer aufwendigen Untersuchung an Ort und Stelle in einem sechsseitigen Bericht einen sog. Musikalischen Fingerabdruck von der großen Glocke erstellt und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass der Klang der Glocke unverändert ist, weil der Kreuzriss sich nur auf der Oberfläche des Glockenmantels befindet. ...
 
Seit Jahren besteht in unserer Kirche neben der Gottesdienst- eine Konzertgemeinde, deren Besucher sich geistlicher wie weltlicher Musik erfreuen. Ein Höhepunkt besonderer Art waren wiederum sowohl die Kantaten 1-3 des Weihnachtsoratoriums als auch die beiden Teile der Johannes-Passion von J.S. Bach unter Leitung von Gotthold Schwarz. Die Hörergemeinde ist immer wieder ergriffen, wie es dem derzeitigen Thomaskantor gelingt, Solisten, Choristen und Musiker so zu inspirieren, dass sie das Unverwechselbare und Unsterbliche der Musik Bachs erlebbar machen. ...
 
Ein besonderer Höhepunkt und eine Auszeichnung für unsere Kirche mit ihrer historischen Flemmingorgel ist ein Konzert für zwei Cembali und Orgel. Wir werden damit in die "Straße der Musik - unerhörtes Mitteldeutschland" aufgenommen. In Anlehnung an den Verlauf der "Notenspur" in Leipzig hat sich in Halle ein Verein gegründet, dessen Mitglieder in Sachsen/Anhalt, Thüringen und Sachsen besondere Orte der Musik ausfindig machen, um sie ins Bewusstsein von Musikfreunden, aber auch einer interessierten Öffentlichkeit zu bringen. Dazu gehört ab dem 25. Juni, 17.00 Uhr auch die Kirche von Panitzsch. ...
 
Das gesamte Geleitwort von Pfarrer i.R. Reinhard Freier zum Nachlesen.
 
Neu: Die Predigt von Pfarrer i.R. Reinhard Freier zum 10. Stg. n. Trin. über "Das Verhältnis der Religionen zueinander" zum Nachlesen.
 
Die Predigt von Pfarrer i.R. Reinhard Freier zum 1. Sonntag nach Trinitatis über "Gott ist Liebe" zum Nachlesen.

Gemeindebrief Dezember 2015 - April 2016:

Liebe Gemeindeglieder und Freunde unserer Kirchgemeinde,
 
angesichts der Flüchtlingsströme vergangener Wochen und aufgrund des Satzes von Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass es bei der Flüchtlingsaufnahme keine Obergrenzen geben könne, und erst recht aufgrund der Terrorattentate von Paris durch die IS-Krieger sind bei uns in Deutschland und auch in Sachsen starke Bedenken, Befürchtungen und berechtigte Ängste vor Bedrohungen entstanden.
Nicht erst seit wir in einer globalisierten Welt zusammengerückt sind, hängt alles mit allem zusammen. So haben sich die gegenwärtigen Ströme von Flüchtlingen schon lange abgezeichnet, während die verantwortlichen Politiker zu lange eine Vogelstraußpolitik betrieben haben. Die Ursachen reichen zurück bis in die Zeit einer verhängnisvollen postkolonialen Politik der Westmächte und einer verheerenden Kriegspolitik und -führung, nicht nur der Amerikaner, in sog. Stellvertreterkriegen der Großmächte während des Kalten Krieges und danach in Europa und weltweit.
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Man könnte auf den Gedanken kommen, dass daran auch die Religionen einen großen Anteil haben. In der Geschichte der Neuzeit seit dem Schmalkaldischen und dem Dreißigjährigem Krieg, dem Siebenjährigen Krieg, den Napoleonischen Kriegen, dem Deutsch-Französischen Krieg, den Menschen- und Materialschlachten des ersten und des zweiten Weltkriegs sind die Waffen nie verstummt. In Israel und Palästina dauern Konflikte und Gewalt seit Jahrzehnten auch zu Weihnachten an!
Nein, es sind die Menschen, ihre Ideologien und Macht- und Kriegsgelüste, die die Religionen bis zur Unkenntlichkeit entstellen und entarten lassen. Ich behaupte, die drei monotheistischen Religionen und darüber hinaus alle Menschen, die ganze Menschheit hat nur einen Gott zum Vater. Alle Religionen und innerhalb der Religionen die Konfessionen=Bekenntnisse sind verschiedene Ausprägungen und Wege zu dem einen Gott hin. Mord und Totschlag gibt es seit Kain und Abel, aber Kriege, Eroberungskriege gibt es, seitdem Menschen etwas besitzen und zu erobern und zu verteidigen haben. ...
 
Das gesamte Geleitwort von Pfarrer i.R. Reinhard Freier zum Nachlesen.
 
Die Predigt von Pfarrer i.R. Reinhard Freier zum Busstag zum Nachlesen.
 
Die Predigt von Pfarrer i.R. Reinhard Freier zum Ewigkeitssonntag zum Nachlesen.

Gemeindebrief September 2015 - Dezember 2015:

Liebe Gemeindeglieder und Freunde unserer Kirch-gemeinde,
 
haben Sie es schon bemerkt, dass von unserem Kirchturm seit ungefähr sechs Wochen kein volles Geläut mehr zu vernehmen ist? Auch das Mittags- und Abendläuten um 12.00 und 18.00 Uhr ist von bisher fünf auf drei Minuten verkürzt und zwar auf die kleine und mittelgroße Glocke verteilt worden, um auch sie zu schonen. Die Ursache ist, dass auf der Flanke der großen Glocke aus dem Jahre 1459 (siehe Foto) zwei sich kreuzende Risse von ca. 20 und 10 cm Länge festgestellt worden sind. Und dies just während der Ausstellung von Beispielen einer längst vergessenen Kunst des Mittelalters von Glockenritzzeichnungen in unserer Kirche. Die Blätter stammen aus der Sammlung von Margarete Schilling aus der traditionsreichen Apoldaer Glockengießerei gleichen Namens.
 
Diese sich kreuzenden Risse sind zwar nur auf der Oberfläche mit dem bloßen Auge erkennbar und ziehen sich über den Faltenwurf des Umhanges des Erzengels Michaels, aber sie sind doch so schwerwiegend, dass ein Glockensachverständiger dem Kirchenvorstand nahegelegt hat, diese Glocke außer Betrieb zu nehmen, bis ein Team von Experten vor Ort entscheidet und uns rät, was zu tun sei. ...
 
Wie Sie der Gottesdienst- und Veranstaltungsübersicht entnehmen können, feiern wir auch in diesem Jahr die 11. Reformationsfestwoche mit einem umfangreichen Programm, das am Vorabend mit dem König-Hassan-Bornhak-Trio orientalisch-jazzig beginnt und mit einem barocken, geistlich, farbig, klangsinnlich, virtuosen Kantatenkonzert unter Leitung von Interims-Thomaskantor Gotthold Schwarz endet. Doch das ist nicht der letzte Höhepunkt dieser Konzertsaison. Es folgt - neben anderen Konzerten - die Aufführung der Kantaten 1-3 des Weihnachtsoratoriums von Bach am 2. Christtag. ...
 
Das gesamte Geleitwort von Pfarrer i.R. Reinhard Freier zum Nachlesen.

Gemeindebrief Mai 2015 - August 2015:

Liebe Gemeindeglieder und Freunde unserer Kirchgemeinde,
 
die Anrede ist keine Höflichkeitsfloskel, sondern kommt aus vollem Herzen und entspricht der Wirklichkeit und den tatsächlichen Gegebenheiten: Unsere Kirche ist "Heimatkirche" für die Panitzscher, die "Kerngemeinde", aber auch für Bewohner, die keine "eingeschriebenen" Gemeindeglieder sind. Kirche ist offen für alle. So sind auch alle Gottesdienste und Veranstaltungen öffentlich. Und zudem ist unsere Kirche Wahrzeichen des Ortes und Heimstätte und Begegnungsort für alle, die sich mit ihr identifizieren. Beispielhaft ist das während der großen Kirchensanierung im Jahre 2006/07 aber auch nach dem Schwelbrand im Jahre 2012 deutlich geworden und zum Ausdruck gekommen.
 
Zu den Freunden unserer Kirche und Kirchgemeinde gehören aber auch diejenigen, die gelegentlich und im Wechsel an Sonn- und Feiertagen Gottesdienste besuchen, mitfeiern und sie durch ihre Anwesenheit bereichern. Vor allem aber sind es "Wallfahrer" aus Leipzig und dem Umland von Markkleeberg bis Wiederitzsch, die die "Konzertgemeinde" verstärken und mit dazu beitragen, dass unsere Kirche zu einem festen Bestandteil in der Musik- und Kulturlandschaft des Leipziger Raumes mit Hinterland bis Wurzen gehört.
 
Dem stillen wie aufmerksamen Besucher, ganz gleich aus welchem Anlass er kommt, wird nicht verborgen bleiben, dass ab dem 1. Sonntag nach dem Trinitatisfest, also nach dem 7. Juni, während der langen Zeit der Sonntage nach Trinitatis bis zum drittletzten Sonntag im Kirchenjahr ein weiteres neu geschaffenes Parament, ein neuer Vorhang an Altar und Kanzelpult zu sehen sein wird (siehe Titelfoto). Es ist aus Schafwolle handgewebt. ...
 
Das gesamte Geleitwort von Pfarrer i.R. Reinhard Freier zum Nachlesen.

Gemeindebrief Dezember 2014 - April 2015:

Liebe Gemeindeglieder und Freunde unserer Kirchgemeinde,
 
das Titelfoto vom Altarraum unserer Kirche könnte ein Suchfoto sein, denn es hat sich seit dem Aufnahmedatum bis heute etwas verändert. Erkennen Sie es? Natürlich erkennen Sie den neuen Altar- und Kanzelpultvorhang. Aber da ist noch etwas anderes: Der Aufgang zur Kanzel mit dem Handlauf und der Kordel am Knauf befindet sich jetzt spiegelgleich auf der anderen Seite, so dass ein Notausgang durch die Aufbahrungshalle durchgebrochen und eingebaut werden konnte, den wir als solchen wie auch die installierte Brandmeldeanlage hoffentlich nie brauchen werden!
 
Der weihnachtliche Schmuck macht unsere bescheiden ausgestattete Kirche reicher und einladender. Bei aller Einkehr und Innerlichkeit will uns der Glaube aber befähigen, am Geschick anderer Anteil zu nehmen, um sich in andere Menschen hineinversetzen zu können. Aber das ist nichts Erbauliches und Stimmungsvolles, sondern fordert unter Umständen unsere ganze Person. So wirken besonders in der Advents- und Weihnachtszeit diese Faktoren ineinander, so dass Innerlichkeit und Mitmenschlichkeit zusammenwirken. Indem wir zu uns selber finden und bei uns selbst einkehren, sollen wir auch für andere und ihr Geschick sensibel sein und uns unaufdringlich ihnen zuwenden, wenn sie das nicht abwehren. ...
 
Das gesamte Geleitwort von Pfarrer i.R. Reinhard Freier zum Nachlesen.